Wie ein Personal Trainer auftreten muss, um erfolgreich zu sein

Wie ein Personal Trainer auftreten muss, um erfolgreich zu sein

Worin unterscheidet sich ein guter von einem weniger guten Personal Trainer?

Noch vor vielen Jahren war ein eigener Personal Trainer nur etwas für die Reichen und Schönen. Ein Statussymbol, das wir aus Hollywood und dem Fernsehen kennen. Dieses Klischee hat mittlerweile nichts mehr mit der Realität zu tun, denn das Bewusstsein für einen gesunden und ausgeglichenen Lebenswandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Personal Trainer sind gefragter denn je und der positive Trend ist unverkennbar. In diesem Artikel möchte ich einige wichtige Ansätze liefern, die notwendig sind, um aus einem durchschnittlichen einen sehr guten Personal Trainer zu machen.

Das Auftreten beim Erstkontakt

„Der erste Eindruck zählt. Und der letzte bleibt für immer.“ Bestimmt hast du damit auch schon mal die eine oder andere Erfahrung in deinem Leben gemacht, richtig?!
Für einen Personal Trainer können die ersten Momente mit einem zukünftigen Klienten ausschlaggebend sein, ob es zu einer Zusammenarbeit kommt oder eben nicht.

Gepflegtes Aussehen, professionelles Auftreten und eine freundliche, sympathische Ausstrahlung bilden dazu das Grundwerkzeug, um in einem Beratungstermin zu überzeugen.

Dieser sollte zudem immer kostenlos sein, da sich der Klient zunächst einmal von dir – als Trainer und den Dienstleistungen insgesamt – ein Bild machen muss. Letztendlich muss du dich neben all deiner Fachkompetenz nun mal auch selbst vermarkten können, jedoch ohne dich dabei zu verstellen. Auf lange Sicht ist authentisches Auftreten ein sehr wesentliches Merkmal eines erfolgreichen Personal Trainers.

Vielfalt an Fähigkeiten – Anforderungsprofil

Sicherlich geht es beim Personal Training in erster Linie um Sport und Bewegung. Aber um diesen Beruf erfolgreich ausführen zu können, benötigt man deutlich mehr als die reine Fachkompetenz durch eine fundierte Ausbildung. Personal Trainer müssen sich im Vorfeld ein gutes Konzept erarbeiten, mit dem sie sich auf dem Fitness- und Gesundheitsmarkt positionieren möchten. Nur wer in der Lage ist, ein schlüssiges Konzept zu präsentieren, das nachhaltig Erfolge ermöglicht, kann dauerhaft seine Klienten an sich binden und weitere dazugewinnen.

Vermittlungskompetenz elementar als Personal Trainer

Darüber hinaus muss ein guter Personal Trainer in der Lage sein, dass vorhandene Wissen an seinen Klienten zu vermitteln, die Rede ist von einer sogenannten Vermittlungskompetenz. Was bringt ein großer Wissensschatz, wenn der Trainer dies nicht einfach und verständlich an seinen Gegenüber weitergeben kann?
Du musst deinen Klienten immer an seinem individuellen Leistungsstand abholen und anleiten und ihm zu jeder Zeit das Gefühl geben, dass er bei dir gut aufgehoben ist und seine Bedürfnisse und Ziele berücksichtigt werden. Des Weiteren ist ein ausgeprägtes Empathievermögen enorm wichtig, um den Klienten auch mental immer wieder abzuholen. Jeder Mensch besitzt eigene Verhaltensweisen und Charaktermerkmale und als Personal Trainer ist es deshalb entscheidend, sich immer wieder auf den jeweiligen Typen optimal einzustellen. Du kennt es doch sicher auch, dass nach einer längeren Zusammenarbeit eine sehr vertrauenswürdige Beziehung entsteht, in der dir dein Klient positive wie negative Dinge anvertraut, mit denen es umzugehen gilt.
Demnach sind Personal Trainer heutzutage eher ganzheitliche Coaches als reine Trainingsexperten.

Hohe Flexibilität und umfangreiche Betreuung

Wir kennen doch alle den Satz „Der Kunde ist König“. Der Beruf des Personal Trainers gehört mit Sicherheit zu denen, wo dies ganz besonders zutrifft. Neben der optimalen Betreuung in trainingsspezifischer Hinsicht, muss ein Personal Trainer für den Klienten stets eine sehr hohe Flexibilität gewährleisten, denn häufig ist genau das der Grund, weshalb Personen auf einen Personal Trainer zurückgreifen. Sie sind im Beruf und im Alltag so eingespannt, dass sie selber keine Zeit und Motivation für Sport und Bewegung aufbringen können. Dadurch sind Personal Trainer genau die richtigen Ansprechpartner.
Wichtig ist dabei, dass du deinen Klienten die Möglichkeit gibst, stets nach den eigenen Bedürfnissen Termine auszuwählen: sei es früh morgens um 7 Uhr oder spät abends um 21 Uhr. Auch sollte der Klient entscheiden können, wo er trainieren möchte: In den eigen vier Wänden, am Arbeitsplatz, an der frischen Luft oder alternativ in deinem eigenen Personal Training Studio – vorausgesetzt du besitzt eines.

Ein eigenes Netzwerk aufbauen

Zudem ist es hilfreich, sich ein qualitativ hochwertiges Netzwerk aufzubauen, denn auch du kannst nicht alles wissen. So solltest du zum Beispiel bei auftretenden Beschwerden deines Klienten, die nicht eindeutig zuzuordnen sind, diesen zu einem Facharzt weiterleiten. Dies ist ein weitaus größerer Kompetenzbeweis, als wenn du für jede Problematik den scheinbar passenden Ansatz aus dem Ärmel schüttelst.
Im Übrigen gilt dies auch für Ratschläge zum Thema Ernährung. Einige Personal Training Studios haben einen eigenen Ernährungsberater, den die Klienten bei Bedarf ansprechen und fragen können. Es ist also sehr hilfreich, sich als Personal Trainer ein Netzwerk aus Ärzten, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern oder anderen Experten aufzubauen, um dem Klienten die bestmögliche Betreuung bieten zu können. Das zeugt von einer hohen Professionalität und Auseinandersetzung mit seinem Beruf.

Hilfsmittel sparen Zeit
Um aber am Ende des Tages doch nochmal ein paar Minuten für sich zu haben, gibt es mittlerweile Möglichkeiten auf dem Markt, die dem Personal Trainer eine Menge Arbeit abnehmen. Zum Beispiel geron.io, die extra von Personal Trainern für Personal Trainer entwickelt wurde, um ihnen zum einen lästige Schreibtischarbeiten zu ersparen und zum anderen dem Klienten in Form einer App die ideale Ergänzung zum Training zu bieten.

Wichtige Prinzipien für dauerhaft hohe Qualität

Ist es nicht menschlich, dass sich mit der Zeit schnell auch mal Alltagsroutinen einschleichen, die eine Auswirkung auf die Qualität der Arbeit eines Personal Trainers haben können? Da die Klienten in der Regel jedoch für einen guten Personal Trainer auch einen angemessenen Preis zahlen, muss dies unbedingt vermieden werden und stellt sicherlich auch eine Herausforderung für einen erfolgreichen Personal Trainer dar.

Maximaler Fokus auf jede Trainingsstunde

Deshalb ist es enorm wichtig, dass du jede einzelne Trainingsstunde höchst fokussiert angehst und stets die Ziele deines Klienten vor Augen hast. Es darf im Training nicht der Fall sein, möglichst komplizierte oder lustige Übungen einzubauen, damit der Klient auch ja sieht wie groß dein Übungsspektrum ist. Wenn man den Klienten fragt, ob ihm der Spaß im Training oder das Erreichen seines Zieles wichtiger ist, wird er sicherlich sagen, dass es ihm um seine Ziele geht. Das ständige Streben nach Variation und Veränderung ist dann jedoch eher kontraproduktiv.
Stattdessen sollte ein Personal Trainer dafür sorgen, objektive Anhaltspunkte für Veränderungen der Leistungsfähigkeit oder der Mobilität und Stabilität zu erhalten. Der Functional Movement Screen ist dazu eine sehr gute Möglichkeit, die Problematiken und Defizite des Klienten zu erkennen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen in der Trainingssteuerung zu ziehen. Insbesondere bei Einsteigern oder Personen mit schwerwiegenden Problematiken ist dieser Ansatz genau richtig, d.h. Defizite in Stabilität und Mobilität aufarbeiten, bevor man mit dem Klienten zu schnell an neue Bewegungsmuster herangeht.

Werde ein Problemlöser

Wenn du als Personal Trainer Erfolg haben möchtest, muss du in der Lage sein, deine Klienten sehr genau zu beobachten und zu analysieren, um dann zielorientiert mit ihnen arbeiten zu können. Nur so werden sie dauerhaft deine hohe Qualität als Trainer erkennen und du wirst dich bei deinen Klienten als Problemlöser etablieren können.

Bürokram muss auch sein

Als Personal Trainer will man seinen Klienten dabei helfen, ihre Ziele zu verwirklichen. Dabei wird aber häufig die andere Seite der Zusammenarbeit völlig vernachlässigt. Gemeint sind Dinge wie Kundenverträge, Preisgestaltung, Rechnungen schreiben, Versicherungen und Sonstiges.
Auch in diesem Bereich muss du als guter Personal Trainer professionell auftreten, denn schließlich sind die meisten selbständige Unternehmer und da gehört es nun mal dazu, sich nach außen bestmöglich zu verkaufen. Es ist mittlerweile in der Branche sehr verbreitet, dass Personal Trainer und Klienten keinen echten Kundenvertrag unterzeichnen. Dabei ist ein solcher Vertrag die eigentliche Basis für eine solide und langfristige Kunden- und Geschäftsbeziehung.
Du wirst es sicher auch schon erlebt haben, dass du mit einem Klienten ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegst – was absolut in Ordnung ist, weil man viel Zeit zusammen verbringt. Jedoch sollte dies niemals dazu führen, dass kurzfristige Absagen völlig normal sind und jeder Klient einen Freundschaftspreis bekommt. Denn am Ende verdienst du mit deinen Klienten nun mal deinen Lebensunterhalt.

Fazit

Wie du siehst, ist der Beruf des Personal Trainers sehr umfangreich und intensiv und wenn du maximalen Erfolg haben und zu den Besten gehören möchtest, musst du einige Dinge beachten, die weit über das eigentliche Training hinausgehen. Ganz entscheidend ist dabei, sein eigenes Konzept und seine eigene Trainingsphilosophie zu verfolgen und sich durch hohe Qualität und Professionalität von den anderen abzuheben.

Wie war dein Weg zu einem erfolgreichen Personal Trainer?

 

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